In einfacher Sprache

Portrait von Marion Seitz
Marek & Beier Fotografen, www.marekbeier.de

Ich heiße Marion Seitz.
Ich bewerbe mich als Landrätin für den Landkreis München.

Warum ich Landrätin werden will

Ich will Landrätin werden.
Der Landkreis ist für mich mehr als nur eine Verwaltung.
Der Landkreis ist mein Zuhause.
Ich habe hier geheiratet.
Ich habe hier meine Familie gegründet.
Ich arbeite hier freiwillig in mehreren Vereinen.
Ich arbeite auch ehrenamtlich in der Politik meiner Gemeinde mit.
Ich weiß: Wir können zusammen viel erreichen.
In unserem Zuhause übernehmen wir Verantwortung füreinander.
Deshalb bewerbe ich mich als Landrätin.
Ich möchte Verantwortung übernehmen.
Ich möchte unseren Landkreis gut gestalten:
Der Landkreis soll auch für unsere Kinder und Enkel lebenswert bleiben.

Mein Lebens-Weg und meine Erfahrung

Ich bin im Rheinland geboren.
Ich bin bei Augsburg aufgewachsen.
Ich habe einen Beruf gelernt:
Ich bin Dolmetscherin für Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache ist die Sprache von gehörlosen Menschen.
In meinem Beruf habe ich Brücken zwischen Menschen gebaut.
Ich habe gelernt: Gute Kommunikation ist sehr wichtig.
Gutes Zuhören ist in allen Bereichen wichtig.
In der Politik ist gutes Zuhören besonders wichtig.
Seit dem Jahr 2020 bin ich im Gemeinde-Rat von Aschheim.
Ich bin dort auch 3. Bürgermeisterin.
Seit dem Jahr 2024 bin ich Kreis-Vorsitzende.

Mein Leitspruch ist:

Zuhören. Anpacken. Zukunft sichern.

Das Klima auf der Erde verändert sich. 
Das nennt man Klima-Wandel. 
Wir merken das schon jetzt. 
Es gibt mehr starke Unwetter. 

Es gibt gefährliche Hitze-Zeiten im Sommer. 
Hitze ist besonders gefährlich für alte Menschen und kranke Menschen. 
Wir müssen uns vor Hitze schützen. 
Wir müssen uns auf Katastrophen vorbereiten. 
Das ist wichtig für ein gutes Leben. 
Das kann Leben retten. 

Wir müssen uns auf extremes Wetter vorbereiten. 
Zum Beispiel auf Hitze, Schnee und Stark-Regen. 
Nur so können wir sicher im Land-Kreis leben. 
Wir haben ein klares Ziel: Bis zum Jahr 2040 wollen wir klima-neutral sein. 
Klima-neutral bedeutet: Wir stoßen kein schädliches Gas mehr aus. 
Für dieses Ziel müssen wir intensiv zusammen-arbeiten. 
Wir arbeiten mit den Städten und Gemeinden zusammen. 
Wir wollen Bürger-Energie-Genossenschaften stärker einbinden. 
Das sind Gruppen von Bürgern, die zusammen Energie erzeugen. 
Wir müssen unser Klima-Konzept konsequent weiter-führen. 
Wir konzentrieren uns auf erneuerbare Energien. 
Das sind Energien aus Sonne, Wind und Wasser. 

Wir konzentrieren uns auf ökologisches Bauen. 
Wir wollen mehr Flächen ent-siegeln. 
Das bedeutet: Wir entfernen Beton und Asphalt. 
So kann Regen-Wasser wieder in den Boden fließen. 
Wir schützen die Arten von Tieren und Pflanzen. 
Der Mensch steht im Mittel-Punkt von allen Überlegungen.

Ehren-Amt und Zusammen-Leben

Viele Menschen arbeiten ehren-amtlich. 
Ehren-amtlich bedeutet: Sie arbeiten freiwillig ohne Bezahlung. 
Zum Beispiel Nachbarschafts-Helfer, Feuer-Wehr-Leute und Kultur-Schaffende. 
Diese Menschen machen unser Zusammen-Leben besonders. 
Ohne die ehren-amtlichen Netze würde unsere Gesellschaft traurig aussehen. 
Menschen, die ehren-amtlich arbeiten, verdienen mehr Unterstützung. 

Gleiche Chancen für alle Menschen

Alle Menschen sollen gleiche Chancen haben. 
Das gilt für Kinder und Jugendliche. 
Das gilt für Menschen mit jeder Sexualität. 
Das gilt unabhängig von der Herkunft. 
Das gilt unabhängig von Einschränkungen. 
Wir müssen in Bildung investieren. 
Wir müssen in Pflege und Betreuung investieren. 
Wir müssen in die Jugend investieren. 
Wir müssen in soziale Projekte investieren. 
Wir müssen in Prävention investieren. 
Prävention bedeutet: Wir verhindern Probleme, bevor sie entstehen. 

Das ist voraus-schauende Planung. 
So sparen wir zukünftige Kosten. 
So ermöglichen wir gleiche Start-Chancen für alle. 
Inklusion ist wichtig. 
Inklusion bedeutet: Alle Menschen können überall mit-machen. 
Dafür brauchen wir echte Barriere-Freiheit für alle Menschen. 
Barriere-Freiheit bedeutet: Es gibt keine Hindernisse für Menschen mit Behinderungen.

Mobilität: Bus, Bahn und Fahrrad

Beim Ausbau des öffentlichen Verkehr brauchen wir mehr Bewegung. 
Öffentlicher Verkehr bedeutet: Bus und Bahn. 
Wir haben einen erfolgreichen Nahverkehrs-Plan. 
Trotzdem gibt es noch keine echte Wahl-Freiheit bei der Mobilität. 
Mobilität bedeutet: Wie wir uns fort-bewegen. 
Wir wollen moderne Mobilitäts-Angebote ausbauen. 
Zum Beispiel den Flex-Bus. 
Das ist ein Bus, den man bestellen kann. 
Zum Beispiel Miet-Räder. 
Zum Beispiel Teil-Angebote. 
Das bedeutet: Mehrere Menschen teilen sich ein Auto oder Fahrrad. 
Diese Angebote müssen zuverlässig sein. 
Diese Angebote müssen barriere-frei sein. 
So funktioniert ein gutes Mit-Einander von allen Mobilitäts-Formen.

Wohnen

Für das Thema Wohnen bekomme ich die meisten Anfragen.
Das Thema Wohnen verursacht die größte Not. 
Die Geschichten der betroffenen Menschen sind berührend. 

Besonders wichtig im Land-Kreis sind unsere Alltags-Helden. 

Das sind Menschen die in Kitas und Pflegeheimen arbeiten. 
Oder Bus-Fahrer, Verkäufer oder Mitarbeiter im Paket-Zentrum. 
Wer hier arbeitet, muss auch hier leben können. 

Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohn-Raum. 
Wir wollen eine starke BML. 
BML ist die Wohnungs-Bau-Gesellschaft des Land-Kreises. 
Wir wollen genossenschaftliche Modelle mit den Kommunen. 
Genossenschaften sind Gemeinschaften, die zusammen Wohnungen bauen. 
Wir wollen neue Konzepte für nachhaltiges Bauen. 
Nachhaltig bedeutet: umwelt-freundlich und zukunfts-fähig. 
Wir wollen innovatives Leer-Stands-Management. 
Das bedeutet: Wir kümmern uns um leere Wohnungen und Häuser. 
So schaffen wir kleine Wohn-Viertel. 
In diesen Wohn-Vierteln kann Gemeinschaft wachsen.

Geld und Finanzen

Der Land-Kreis übernimmt immer mehr Aufgaben für den Frei-Staat Bayern. 
Der Frei-Staat gibt aber nicht genug Geld dafür. 
Das ist unfair. 
Das Landrats-Amt übernimmt Verantwortung und Aufgaben. 
Das Landrats-Amt darf nicht durch fehlende Mittel behindert werden.
Die Kreis-Umlage belastet die Städte und Gemeinden. 
Kreis-Umlage bedeutet: Die Gemeinden zahlen Geld an den Land-Kreis. 

Dadurch fehlt den Gemeinden Geld für freiwillige Leistungen:
Schwimm-Bäder können nicht saniert werden. 
Sanieren bedeutet: reparieren und erneuern. 
Zuschüsse für das Ehren-Amt müssen gestrichen werden. 
Das hat direkte negative Auswirkungen für die Gesellschaft. 
Der Land-Kreis muss die Mittel erhalten, die er braucht. 
Er braucht das Geld für die zusätzlichen staatlichen Aufgaben.